Ein einheitliches Corporate Design veranschaulicht das Gemeinde-Leitbild, der Gemeindebrief ist ein Teil davonDabei ist Rot nicht unbedingt die Lieblingsfarbe des Designers. Diese soll vielmehr das gemeindeeigene Leitbild widerspiegeln: „Komm nach Hause“. Denn auch das Motto ist auf allen gemeindlichen Druckerzeugnissen wieder zu finden. „Der Wunsch nach Heimat ist während der Entwurf-Phase ein wichtiger Aspekt gewesen“, sagt Jörn Müller. Zur Gemeinde zählen längst nicht nur Menschen, die in der Nähe wohnen. Für viele ist die Gemeinde im Oberhausener Norden mit ihrem besonderen missionarischen und diakonischen Profil zu ihrer Wahlgemeinde geworden, die Glaubens- und Lebenshilfe vermittelt. Diese familiäre „Atmosphäre der Gastfreundschaft“ sollte sich auch im äußeren Erscheinungsbild wieder finden. „Das warme Rot des Logos und der orange-rote Farbverlauf geben dem Erscheinungsbild ein warmes, einladendes Grundgerüst“, so Müller. Zusammen mit dem stilisierten Kirchturm bilden sie das wiederkehrende Stilelement des Corporate Designs.
„Wir sind eine einladende Gemeinde, kein frommer Club“, sagt auch Pfarrer Herbert Großarth. Was das genau bedeutet, erläutert der Pfarrer in jedem Apo-Gemeindeinfo, in dem er über die Ziele und Werte der Gemeinde informiert. „Dir werd ich helfen“, lautet das Titelthema der Oktober-Ausgabe, in dem er über Nächstenliebe schreibt. Der „Glaubenskurs Lichtspur und die Kleiderkammer stehen exemplarisch für die beiden Seiten unserer Gemeindearbeit“, ist dort zu lesen.
Das Rot findet sich allerdings nur auf der Umschlagseite des Gemeindebriefs. Die Innenseiten sind einheitlich in Schwarz-Weiß gehalten. Zum einen aus Kostengründen: Der Gemeindebrief im DIN-A4-Format muss sich komplett aus den auf zwei Seiten konzentrierten Anzeigen finanzieren. Ein farbig gestalteter Gemeindebrief wäre zu teuer. Zum anderen sind die Innenseiten konsequent schwarz-weiß, um alle Fotos in gleicher Qualität abbilden zu können. Die Redaktion will möglichst viele private Fotos von den Gemeindeveranstaltungen eingliedern. Denn auch das gehört zum Prinzip: Die Apo-Mitglieder schreiben selber für ihren Gemeindebrief, ihre Berichte sind persönlich gehalten und immer mit einer Einladung verbunden. Deshalb achtet das sechsköpfige Redaktionsteam beim Bearbeiten der Texte darauf, dass die eigene Handschrift des Autors erkennbar bleibt.
Dass sich die Mühe lohnt, merken die Ehrenamtlichen nicht nur an den wachsenden Besucherzahlen. Im Herbst 2008 hat das Redaktionsteam den Typo-Preis des Medienverbandes der Evangelischen Kirche im Rheinland für den besten Gemeindebrief zwischen Emmerich und Saarbrücken entgegengenommen. Zu der guten Bewertung führten unter anderem die zielgruppengenaue Konzeption, das große Format, die gute Fotoqualität sowie die übersichtliche Gestaltung.
Dagmar Paffenholz
Das Apo-Gemeindeinfo-Redaktionsteam (von links): Udo Rau, Lothar Berger, Herbert Großarth, Jörn Müller, Thomas Alders (Foto: Dagmar Paffenholz)